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Wir sind das rosaALTER!

 
   Simone Koschewa,
 Mitarbeiterin bei
 rosaALTER
   
(November 2009)

Mit der rosaALTER Beratungs- und Vernetzungsstelle gibt es seit März 2008 eine Anlaufstelle für ältere ( 50+) Lesben, Schwule und Transgender in München. Wir bieten persönliche Gespräche, Beratung zu sozialrechtlichen Themen, Hilfe und Unterstützung in schwierigen Lebenslagen und Vermittlung an kooperierende Einrichtungen, die einer gleichgeschlechtlichen Lebensweise offen und diskriminierungsfrei gegenüberstehen. Außerdem sehen wir uns Verantwortlich dafür, die Anbieter von Altenhilfeangeboten in der Community, als auch die Kontakte zur gängigen Altenhilfe zu vernetzen. Ein zentrales Thema unserer Arbeit ist es, ältere Lesben, Schwule und Transgender in unserer Stadtgesellschaft sichtbar zu machen. Im Freizeitbereich haben sich bereits erfolgreich die Gruppen gay & gray für ältere Schwule im Sub e.V. und die Teestunde 50+ für ältere Lesben im LeTRa etabliert.

Ein Meilenstein im schwulen Altenhilfebereich war die Eröffnung der rosaAlternative im April 2009. Mit der Verwirklichung dieser Alten-WG wurde ein bisher bundesweit einzigartiges Wohnprojekt von uns umgesetzt und damit ein wichtiges Etappenziel für ältere Schwule in der Stadt München erreicht. Begonnen hat die Planung vor drei Jahren bei einem monatlichen Treffen, das zunächst für alle, die sich für das Thema rosaALTER interessierten offen war. Später wurde der Stammtisch auch zu einem Treffpunkt für potentiell interessierte Einzugskandidaten. Mit der Eröffnung unserer WG fällt die Ursprungsidee des Stammtisches nun weg.

Wie soll es aber nun mit dem monatlichen Stammtisch-Treffen weitergehen? Wäre eine Mischung von Lesben, Schwulen und Transgendern sinnvoll – wollen diese sich auf ein gemeinsames Treffen einlassen? Wo liegen die Vorteile, wo die Probleme?

Besonders bei den Lesben der Frauenbewegung, die in den 60ern und 70ern für ihre Rechte und die Gleichberechtigung gekämpft haben, sind wir unsicher. Gerade gegenüber Männern wollte frau sich abgrenzen und emanzipieren. Wieso sollte frau sich nun wieder mit Männern an einen Tisch setzen und sich zusammen über ihr Älterwerden Gedanken machen? Doch gleichzeitig sehen wir darin auch eine Chance sich mit der gemeinsamen, und doch anderen Vergangenheit und entsprechenden Erfahrungen auseinanderzusetzen. Wir in der Beratungsstelle rosaALTER haben aufgrund unserer persönlichen Kontakte zu älteren Lesben und Schwulen durchaus die Erfahrung gemacht, dass gerade das Thema Ausgrenzung und Diskriminierung für Frau und Mann im Alter gleichermaßen die Lebensgeschichten geprägt hat.

Mit einem Workshop "Wir sind das rosaAlter" wollen wir dieses Thema gerne diskutieren und zu einem Ergebnis kommen, welches Ziel wir gemeinsam anpacken und wie es somit mit unseren monatlichen Treffen weitergehen soll. Erste Ideen , wie das Gründen einer Öffentlichkeitsgruppe rosaALTER stehen im Raum, aber auch Ideen weitere Wohnmöglichkeiten im Alter für Lesben und Schwule zu diskutieren.

Dazu möchten wir uns gemeinsam mit Euch, den Lesben, Schwulen und Transgender ( 50+) aus München Gedanken machen und austauschen. Daher an dieser Stelle der Aufruf an die gesamte weibliche und männliche Community ab 50 sich mit ihrem Wissen, kreativen Ideen, ihrer Lebensfreude und zukunftsweisenden Visionen an der Gestaltung des rosaAlters in München zu beteiligen.

Termin des Workshops: 20. Januar 2010 um 18 Uhr im 2. Stock der Münchner Aids-Hilfe, Lindwurmstr. 71, U-Bahn Goetheplatz. Danach besteht die Möglichkeit im Cafe Regenbogen noch gemütlich zusammen zu sitzen.

Simone Koschewa
Mitarbeiterin bei rosaALTER
[ simone.koschewa@muenchner-aidshilfe.de]



LINK-TIPP:
- Die Internetseiten unseres Projekts rosaALTER [ mehr...]
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