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Unsere Themen zum Welt Aids Tag

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Gemeinsam. Gerade jetzt.

In Deutschland, wie in den meisten Ländern der westlichen Hemisphäre, ist das Thema Aids schon lange aus den Schlagzeilen verschwunden. Nicht ganz zu Unrecht, denn dank der medizinischen Erfolge ist HIV seit vielen Jahren zu einer gut behandelbaren, chronischen Krankheit geworden – wenn die Infektion denn rechtzeitig festgestellt wird. Außerdem verhindern erfolgreiche Vorsorgemethoden wie die Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) immer mehr Infektionen – wenn man denn an die Medikamente kommt.

Dramatische globale Situation

Angesichts der dramatischen globalen Situation durch die Mittelkürzungen und des rauen politischen Klimas in Deutschland stellt die Deutschen Aidshilfe daher das Thema „Solidarität“ in den Mittelpunkt ihrer diesjährigen Kampagne zum Welt Aids Tag. Es lautet: „Gemeinsam. Gerade jetzt.“ Ein Slogan, der die Themen Versorgung von Menschen mit HIV betrachtet, mit dem Thema Stigma und Diskriminierung verbindet und dabei den Blick in die Welt richtet. Und dieser Blick ist dringend nötig. Prominentestes Beispiel ist UNAIDS: Das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids wird im Zuge der Reformagenda zum 80. UN-Jubiläum infrage gestellt. In den USA fror Präsident Trump sämtliche Auslandshilfen und Programme für ärmere Länder weitgehend ein. So ist nicht nur das Ziel, Aids bis 2030 zu beenden gefährdet, auch ein Grundpfeiler der globalen Gesundheitspolitik ist in Gefahr.

Solidarität mit Menschen - hierzulande und weltweit

„Diese Gefahr wird auch in Deutschland Spuren hinterlassen“, so Tobias Oliveira Weismantel, geschäftsführender Vorstand der Münchner Aids-Hilfe (MüAH), „und Mittelkürzungen bedrohen auch Projekte in Bayern und München.“ Für die MüAH steht zum diesjährigen Welt Aids Tag die Solidarität mit Menschen, die mit HIV leben, im Mittelpunkt. „Noch immer werden sie im Alltag, in der Familie und dem medizinischen System aufgrund ihrer Infektion diskriminiert“, so Weismantel. Dabei sei ein leben mit HIV heute gut und für die Umwelt problemlos machbar. Auch angesichts drohender Mittelkürzungen sei „Gemeinsam. Gerade jetzt“ das richtige Motto, um Menschen auf die Notwendigkeit der Aids-Hilfen-Arbeit und ihrer Unterstützung hinzuweisen.